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Heimat als Entwicklungsmoment

 

Eine sozialpsychologische Überlegung zum Heimatbegriff am Beispiel der Niederlausitz

Mit Heimat wird – im sozialpsychologischen Sinn – ein Teil der Lebenswelt angesprochen, der die Bedürfnisse nach sozialer Zugehörigkeit, kontrollierbaren Handlungsspielräumen und überindividuelle Sinnzusammenhänge umfasst (vgl. Mitzscherlich 2001). Eine Erschütterung der Lebenswelt, wie z. B. nach dem Zusammenbruch der Kohleindustrie in der Niederlausitz,  führt bei den Betroffenen unweigerlich zu Spannungen im Heimatbild. Ob sich in der Krise das Heimatbild weiterentwickelt oder ob nostalgische Heimatvorstellungen die lebensweltlichen Spannungen weiterhin kompensieren, scheint offen und beeinflussbar.
Heimatvorstellungen als Entwicklungsinstrument einzusetzen, wird zum nahe liegenden Gedanken. Tatsächlich lässt sich hinter der künstlerisch ambitionierten „Landschaftsbaustelle“ der Internationalen Bauausstellung (IBA) in der Niederlausitz ein progressiver Gegenentwurf zum dominanten Heimatbild ausmachen, der auch bewusst eingesetzt wird. Wird Heimat damit zu einem vielversprechenden Vehikel im Strukturwandel oder überdehnt die Instrumentalisierung den Heimatbegriff?

 

erschienen in:

Kazal et al. (Hg.) Kulturen der Landschaft, TU Berlin, Landschaftsentwicklung & Umweltforschung, (127) 97-109.

bestellen: TU Berlin*

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Michael Sperber

MSperber .at. werkleben.de

 
 

 

 

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Links zum Text

Heimat (Beate Mitzscherlich)*

Esskultur (Ulf Matthiesen)*
IBA-Magazin 14 (2004), S. 17

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